Kraut und Rüben – Die Wurzeln des Vegetarismus in Österreich
Wien gilt als Hauptstadt der österreichischen Fleischküche. Tafelspitz, Schnitzel und Rindfleischgerichte prägen bis heute das kulinarische Selbstverständnis der Stadt. Doch ausgerechnet hier nahm bereits im 19. Jahrhundert eine Bewegung ihren Anfang, die den bewussten Verzicht auf Fleisch propagierte.
Zu einer Zeit, als Fleisch noch als Luxusgut galt und keineswegs täglich auf den Tisch kam, entstanden erste vegetarische Strömungen vor allem aus gesundheitlichen Motiven. Menschen, die unter Verdauungsbeschwerden litten, auf Alkohol und Tabak verzichteten und nach alternativen Lebensweisen suchten, wurden zu Wegbereitern einer neuen Ernährungsphilosophie. Mit dem ersten Vegetarianer-Congreß in Wien in den 1880er-Jahren gewann die Bewegung zunehmend öffentliche Aufmerksamkeit.
Doch die Reaktionen waren oft spöttisch und ablehnend. Vegetarierinnen und Vegetarier wurden als weltfremde Sonderlinge dargestellt, ihre Lebensweise als „moderne Sekte“ verspottet. Dennoch entwickelte sich aus den frühen Reformbewegungen eine Idee, die heute aktueller ist denn je.
Die Dokumentation erzählt die wenig bekannte Geschichte des Vegetarismus in Österreich – von seinen Anfängen in der Habsburgermonarchie über gesellschaftliche Vorurteile und Reformbewegungen bis zu den Debatten über Ernährung, Gesundheit und Nachhaltigkeit in der Gegenwart.
Drehbuch & Regie: Hanna Jungwirth
Koproduktion mit ORF III
Dauer: 43 Min.
Erstausstrahlung: 2027
Above the Peaks: Long-Distance Hiking on the Arlberg Trail
Stretching for more than 52 kilometers through spectacular alpine scenery, the Arlberg Trail links the villages of Lech, Zürs, Stuben, St. Christoph and St. Anton. In doing so, it connects not only the Austrian provinces of Tyrol and Vorarlberg, but also the people of the region and their stories.
This documentary follows hut keeper Markus Kegele, whose daily life is shaped by a commitment to sustainability; ski racer Nina Ortlieb on her journey back from injury; local producer and food enthusiast Clemens Walch; athlete Simon Raffeiner, who combines hiking and paragliding; and veteran mountain guide Rudi Mathies.
The journey concludes at the Stuttgart Hut, where Nepali mountaineer Kami Lama has found a second home and shares his fascination with the mountain world of the Arlberg.
Written and directed by Dominik Walser
A co-production with ORF III
Duration: 43 min.
Premiere: 2026
Kraut und Rüben – Die Wurzeln des Vegetarismus in Österreich
Wien gilt als Hauptstadt der österreichischen Fleischküche. Tafelspitz, Schnitzel und Rindfleischgerichte prägen bis heute das kulinarische Selbstverständnis der Stadt. Doch ausgerechnet hier nahm bereits im 19. Jahrhundert eine Bewegung ihren Anfang, die den bewussten Verzicht auf Fleisch propagierte.
Zu einer Zeit, als Fleisch noch als Luxusgut galt und keineswegs täglich auf den Tisch kam, entstanden erste vegetarische Strömungen vor allem aus gesundheitlichen Motiven. Menschen, die unter Verdauungsbeschwerden litten, auf Alkohol und Tabak verzichteten und nach alternativen Lebensweisen suchten, wurden zu Wegbereitern einer neuen Ernährungsphilosophie. Mit dem ersten Vegetarianer-Congreß in Wien in den 1880er-Jahren gewann die Bewegung zunehmend öffentliche Aufmerksamkeit.
Doch die Reaktionen waren oft spöttisch und ablehnend. Vegetarierinnen und Vegetarier wurden als weltfremde Sonderlinge dargestellt, ihre Lebensweise als „moderne Sekte“ verspottet. Dennoch entwickelte sich aus den frühen Reformbewegungen eine Idee, die heute aktueller ist denn je.
Die Dokumentation erzählt die wenig bekannte Geschichte des Vegetarismus in Österreich – von seinen Anfängen in der Habsburgermonarchie über gesellschaftliche Vorurteile und Reformbewegungen bis zu den Debatten über Ernährung, Gesundheit und Nachhaltigkeit in der Gegenwart.
Drehbuch & Regie: Hanna Jungwirth
Koproduktion mit ORF III
Dauer: 43 Min.
Erstausstrahlung: 2027
Roots and Greens – The History of Vegetarianism in Austria
Vienna is renowned as a city of meat. Dishes such as Tafelspitz, Wiener Schnitzel and traditional beef cuisine remain central to Austria’s culinary identity. Yet it was here, in the nineteenth century, that one of the country’s earliest vegetarian movements began to take shape.
At a time when meat was still considered a luxury rather than an everyday staple, the first advocates of a meat-free diet were motivated largely by health concerns. Seeking relief from digestive ailments and embracing lifestyles free from alcohol and tobacco, they became pioneers of a new approach to nutrition and well-being. In the mid-1880s, Vienna hosted one of the first Vegetarian Congresses, bringing these ideas into the public spotlight.
The movement was often met with ridicule. Vegetarians were portrayed as joyless eccentrics, and their dietary choices were dismissed as the practices of a “modern sect.” Yet despite widespread scepticism, these early reformers laid the foundations for a movement whose relevance continues to grow today.
This documentary traces the little-known history of vegetarianism in Austria, from its origins in the Habsburg era through social reform movements and public controversies to contemporary debates about health, sustainability and the future of food.
Written and directed by Hanna Jungwirth
A co-production with ORF III
Duration: 43 min.
Premiere: 2027